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[Oben angepinnt] Kombiinstrumente (81 - 83) und ihre Unterschiede (Anleitung)

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 Anonym
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Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo,
da es immer wieder zu Problemen und Fragen bei den Kombiinstrumenten kommt,
habe ich hier eine Übersicht über die wesentlichen Unterschiede bzw.
Merkmale dieser ab Modelljahr 1981 - 1983 (gilt auch bei Limousine für Export
und den Jetta im Modelljahr 1984) erstellt. Diese Einschränkungen gilt es zu
beachten, da ab Modelljahr 1984 (mit Einführung des Golf 2) wieder einige
Dinge (z.B. Kabelfarben an Öldruckschaltern) geändert wurden. Das betrifft
v.a. das Cabrio.
Zum Schluss gehe ich auch auf das Problem der dynamischen Öldrucküberwachung
mit ein.

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Grundsätzliches
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Alles ist ähnlich, nichts ist gleich - ein typisches Leitmotiv von VW. Mit diesen
Worten im Hinterkopf, habe ich auch diese Anleitung erstellt. Dabei habe ich mich
nicht nur auf die Fachliteratur verlassen, sondern auch auf eigene Erfahrung.
Das Ganze ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, allerdings übernehme ich
keinerlei Gewährleistung für Irrtümer oder daraus entstehende Folgeschäden.
Desweiteren sind hier und da Elektrik - Kenntnisse erforderlich, um Schäden an
Messgeräten oder Bauteilen zu vermeiden. Jeder muss also selbst wissen, was er
sich ABSOLUT SICHER zutraut. Im Zweifelsfalle sollte man sich einen Fachmann zu
Rate ziehen. Denn kaputt geht schnell etwas. Abgesehen davon, dass es meistens
noch mehr Geld kostet, haben wir noch das Problem, dass viele Teile nicht mehr
lieferbar sind und die "Stecknadelsuche im Heuhaufen" beginnt.

Die Abbildungen zeigen immer die Kombiinstrumente des Herstellers VDO, wenn
nichts anderes genannt wird. Es gab alternativ auch den Hersteller MOTOMETER (MMO).
Diese Herstellerbezeichung ist auf allen Bauteilen eingeprägt oder aufgedrckt. Im
eingebauten Zustand sieht man sie klein auf den Skalen von Tachometer / Analoguhr
oder Drehzahlmesser. Grundsätzlich gilt INNERHALB eines Modelljahres: Man kann das
komplette Kombiinstrument von VDO gegen ein identisches komplettes von MMO tauschen.
Da gibt es nichts zu beachten. Vielleicht noch ein Hinweis: Ab Werk gab es NIE
Mischverbauungen, also entweder das komplette Kombiinstrument mit Inhalt ist von
VDO oder MOTOMETER. Die Bauteile der Hersteller sind aber untereinander kompatibel,
also man kann z.B. den Tachometer von VDO durch einen von MOTOMETER ersetzen.

AUSMAHME: das Kombiinstrument des Golf GTI ab Modelljahr 1983 MIT MFA. Näheres
dazu kommt später.

Bevor ich nun auf die Unterschiede der einzelnen Modelljahre eingehe, will ich ein
generelles Thema ansprechen - den Tachometer. Es gibt hier zwei verschiedene
Wegstreckenangaben, bei denen die Zuordnung wichtig ist. Diese Wegstreckenzahl
steht immer klein unten auf dem Ziffernblatt. Es gilt:
- 935: 1.1 und 1.3 Liter Motor (801er Baureihe)
- 950: 1.5 bis 1.8 Liter Motor (827er Baureihe), also auch alle Diesel
Bei den 827er Motoren mit Wegsteckenzahl 950 gibt es noch etwas zu beachten, das
ich hier noch mit erwähnen will: Je nach verbautem Getriebe, da ist die
Achsübersetzung das entscheidende Kriterium, muss ein dazu passendes Ritzel
unten auf der Tachowelle verbaut sein. Es gibt rot, natur, grün, wobei das
grüne nur beim Caddy ab Werk verbaut wurde.
Kombiinstrumente (oder besser Tachos) mit der Wegstrecke 980 stammen aus dem Polo.

Wie die Kombiinstrumente zerlegt werden, dazu hat Erik schon eine gute Anleitung
gemacht, da will ich mich nicht wiederholen. Wichtig ist noch, dass hier immer vom
"Modelljahr" die Rede ist, NICHT BAUJAHR! Wer sich nicht sicher ist, nehme seine
Fahrgestellnummer zur Hand. Die 10. Stelle ist der Buchstabe für das Modelljahr:
B = 1981
C = 1982
D = 1983
E = 1984 (nur Export oder Jetta)
Die Modelljahre beginnen gewöhnlich am 01.08. des Vorjahres und enden am 31.07.
des eigentlichen Modelljahres. Beispiel Modelljahr 1982 (C)
von 01.08.1981 bis 31.07.1982. Das bezieht sich immer auf die Produktion des
Fahrzeuges, also nicht unbedingt auf die Erstzulassung achten. Jeder VW -
Partner kann hierüber in wenigen Augenblicken Auskunft geben.

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Das Kombiinstrument im Modelljahr 1981 (B)
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Frontansicht, Ausführung GTI

Rückansicht, Ausführung GTI

Anschluss Tachowelle

Merkmale:
- geschraubte Tachowelle

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Das Kombiinstrument im Modelljahr 1982 (C)
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Frontansicht, Ausführung GTI

Rückansicht, Ausführung GTI

Anschluss Tachowelle

Merkmale:
- gesteckte Tachowelle

-------------------------------------------------------------------------------
Das Kombiinstrument im Modelljahr 1983 (D), BENZINER
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Frontansicht, Ausführung 1.5 Liter Motor mit DZM

Rückansicht, Ausführung 1.5 Liter Motor mit DZM

Anschluss Tachowelle

Anschluss Steuergerät dynamische Öldrucküberwachung

Einbauort Steuergerät dynamische Öldrucküberwachung

Steuergerät dynamische Öldrucküberwachung (Bild: MOTOMETER, VDO ähnlich)

Anschlüsse am 14-fach Stecker

Merkmale:
- gesteckte Tachowelle
- dynamische Öldrucküberwachung (NUR bei BENZINER!!!)
- zwei Öldruckschalteranschlüsse (NUR bei BENZINER!!!)
- Anschlussbelegung am 14-fach Stecker geändert (NUR bei BENZINER!!!)
- Öldruck LED blinkt (NUR bei BENZINER!!!)

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Das Kombiinstrument im Modelljahr 1983 (D), GTI mit MFA
---------------------------------------------------------------------------------

Merkmale:
- wie bei Modelljahr 1983 (D) beschrieben

Ausführungsunterschiede:
Wie schon eher erwähnt, gibt es hier einige Unterschiede zwischen
VDO und MOTOMETER. Damit lassen sich folgende Teile zwar einzeln
austauschen, müssen aber wieder vom selben Hersteller stammen:
- komplette MFA Platine
- Unterdruckgeber
- Drehzahlmesser
- Leiterfolie
Alle anderen Teile können, wie bisher, auch durch die des anderen Herstellers
ersetzt / getauscht werden.

MOTOMETER
--------------------
Frontansicht, Ausführung GTI mit MFA, MOTOMETER
Die roten Zeiger sind NICHT original.

Rückansicht, Ausführung GTI mit MFA, MOTOMETER

Anschluss MFA, Ausführung GTI mit MFA, MOTOMETER

VDO
-------
Frontansicht, Ausführung GTI mit MFA, VDO

Rückansicht, Ausführung GTI mit MFA, VDO

Anschluss MFA, Ausführung GTI mit MFA, VDO

Hinweis: Das Kombiinstrument des GTI ohne MFA (nur Export) ist mit dem
normalen mit DZM des Modelljahres 1983 identisch, nur der Tacho geht
bis 220 km/h.

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Die dynamische Öldrucküberwachung, NUR ab Modelljahr 1983 (D), Benziner
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Entweder sie funktioniert, oder sie nervt... Wenn sie beides gleichzeitig
macht, droht Gefahr für den Motor. Sofern man also nicht mit absoluter
Sicherheit einen zu niedrigen Öldruck ausschließen kann, sollte dieser
unbedingt gemessen werden. Anhaltspunkt: bei 80°C und 2000 U/min
MINDESTENS 2.0 bar. Ist das Öl kälter, steigt der Öldruck. Also unbedingt
auf die Öltemp. achten, da es einen Zusammenhang zw. Temp. und Druck gibt.

Hintergrund der dynamischen Öldrucküberwachung:
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--------------------------------------------------------------------------
Um vor zu niedrigem Öldruck bei höheren Drehzahlen zu warnen, wurde
diese bei allen Benzinern ab Modelljahr 1983 (D) eingeführt. Dazu wurden
zwei Öldruckschalter notwendig:
- 0.3 bar Schalter (Isolierung braun oder blau)
- 1.8 bar Schalter (Isolierung weiß)
Bei Fahrzeugen mit Dieselmotor wurde die normale bisherige
Öldrucküberwachung beibehalten, ebenso die Anschlussbelegung des
14-fach Steckers entspricht auch weiterhin der aller Motoren bis 1982 (C).
An der Stelle gleich noch die Information, dass es im Golf 1 Diesel (auch
GTD) NIE einen Drehzahlmesser gab.

Bevor auf Fehlersuchen eingegangen wird, zuerst ein paar Worte zu den
Unterschieden zwischen der normalen Öldrucküberwachung und der dynamischen.

Funktion:
--------------
--------------

ALLE GOLF / JETTA Benziner bis einschließlich Modelljahr 1982 (C),
einschließlich DIESEL bis Prod. Ende:
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Bei Zündung ein MUSS die Kontrolle bzw. LED leuchten.
Nach dem Motorstart, wenn der Öldruck 0.3 bar
überschreitet, muss sie verlöschen.

Es ist nur EIN Öldruckschalter vorhanden, Farbe braun,
sofern noch original. Ersatz - Schalter sind blau.

Einbauort:
--------------
1.1 / 1.3: hinten am Zylinderkopf neben Kraftstoffpumpe
1.5 / 1.6: seitlich am Zylinderkopf,
bei manchen Modellen (z.B. GTI, Modelljahr 1982) vorn am Ölfilterflansch

ALLE GOLF / JETTA ab Modelljahr 1983 (D), nur Benziner (dynam. Öldruckkontrolle):
---------------------------------------------------------------------------------------------

Bei Zündung ein MUSS die LED blinken, es darf aber KEIN
Warnton ertönen.
Nach dem Motorstart, wenn der Öldruck 0.3 bar
überschreitet, muss sie verlöschen.

Fällt bei Drehzahlen über 2200 U/min der Öldruck für
länger als 1 Sekunde UNTER 1.8 bar, blinkt die LED und
es MUSS zusätzlich ein Warnton ertönen.

Es sind ZWEI Öldruckschalter verbaut, der oben schon erwähnte 0.3 bar
Schalter und ein weiß ummantelter 1.8 bar Schalter.

Einbauorte:
----------------
1.1 / 1.3: beide hinten am Zylinderkopf neben Kraftstoffpumpe
1.5 / 1.6 / 1.8: seitlich am Zylinderkopf (0.3 bar)
vorn am Ölfilterflansch (1.8 bar)

Das Stg. f. Öldruck sitzt hinter dem Tacho im Kombiinstrument,
wie oben abgebildet.

Prüfarbeiten:
------------------
------------------

Die Prüfung der Niederdrucküberwachung (0.3 bar) ist immer gleich,
einziger Unterschied, dass die LED / Kontrolle je nach Modelljahr
entweder blinkt oder leuchtet, siehe oben.

Prüfung 0.3 bar:
----------------------
- Kabel vom Schalter abziehen, Zündung einschalten
-> Öl Kontrolle darf NICHT leuchten / blinken
- Kabel vom Schalter abziehen, an MASSE halten, Zündung einschalten
-> Öl Kontrolle MUSS leuchten / blinken, SUMMER darf NICHT ertönen

Prüfung 1.8 bar:
----------------------
- Kabel vom Schalter abziehen, Motor starten, über 2200 U/min drehen und halten
-> nach. ca 1 sekunde MUSS die LED blinken UND der SUMMER ertönen
Dieser Prüfschritt simuliert zu niedrigen Öldruck.
Ertönt NUR der Summer bzw. blinkt NUR LED, sind das Fehlfunktionen vom Stg. f. Öldruck.
- Kabel vom Schalter abziehen, an MASSE halten, Motor starten, über 2200 U/min drehen und halten
-> LED darf NICHT blinken UND der SUMMER auch NICHT ertönen

Wichtig für diese Prüfungen ist, dass das Drehzahlsignal vom Motor am Kombiinstrument anliegt,
was bei Fzg. mit DZM natürlich leichter zu erkennen ist.

Die weiteren Prüfschritte gelten jetzt nur noch für Fahrzeuge mit dynam. Öldruckkontrolle,
also mit 0.3 UND 1.8 bar Schalter.

Stromlaufplan:
--------------------
Das Kabel (gelb) vom 0.3 bar Schalter geht über eine Einfach - Steckverbindung
(hinter der Zentralelektrik) direkt zum Kombiinstrument, PIN 11 im 14-fach Stecker.

Das Kabel (blau / schwarz) vom 1.8 bar Schalter geht an PIN D1 der Zentralelektrik,
verlässt diese wieder über PIN A4 und geht zum PIN 9 im 14-fach Stecker am Kombiinstrument.
Hier kann also schon eine defekte Zentralelektrik (ZE) als Fehlerquelle auftreten.

Anhand dieses Verlaufes, kann man nun die Kabel durchmessen, was ein Widerstandsmessgerät
vorraussetzt.
Als hauptsächliche Fehlerursachen treten auf:
- defekte Öldruckschalter, erst recht, wenn schon Öl austritt
- abgebrochene Leitungen (Kabel wird spröde oder falsch verlegt)
- Stg. f. Öldruck im Kombiinstrument
- Leiterfolie Kombiinstrument, v.a. wenn dieses schon mehrfach oder unsachgemäß zerlegt wurde.
Dann reißen die Pins am Stg. f. Öldruckkontrolle aus der Folie und sorgen zumindest für
"sporadische Störungen" durch Wackelkontakte. Bitte hier sehr genau hinsehen, oftmals sind es
nur Haarrisse. Typisch dafür sind temperaturabhängige Fehlerbilder, was auch für kalte
Lötstellen im Stg. f. Öldruck gilt. Aus eigener Erfahrung sind hier besonders die von MOTOMETER
betroffen. Beim GTI mit MFA und Ausführung MOTOMETER bricht die Leiterfolie gern am Anschluss für den
Drehzahlmesser, da die Folie durch den ab Werk verbauten Schaumstoff hinter dem Kombiinstrument
an dieser Stelle "geknickt" wird. Dadurch wird Klemme 15 unterbrochen oder hat einen starken
Spannungsabfall, der ebenfalls zu Fehlfunktionen der dynamischen Öldrucküberwachung führen kann.

Bild: beschädigte Leiterfolie von MOTOMETER (GTI mit MFA)

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Umbauten von kompletten Kombiinstrumenten
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Es ist darauf zu achten, dass der Anschluss der Tachowelle und die
Wegstreckenzahl mit dem Motor übereinstimmen. Bei falschem Anschluss
für die Tachowelle muss diese mit getauscht werden, dabei aber wieder
auf das richtige Ritzel unten am getriebeseitigen Anschluss achten. Das
Ritzel ist nur aufgesteckt.

Einbau von Kombiinstrumenten MIT dynamischer Öldrucküberwachung in
Fahrzeuge OHNE (bis einschließlich Modelljahr 1982, oder alle Diesel)
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->
Den 14-fach Stecker öffnen, dazu die "Klappe" links und rechts außen lösen
->
Kabel blau/schwarz aus Kammer 9 herausziehen und in Kammer 11 stecken
->
neues Kabel mit passendem "Pin" in Kammer 9 schieben und anderes Ende
fest an Masse legen.
Alternativ könnte man, sofern möglich, einen zweiten (1.8 bar) Öldruckschalter
einbauen und das dynamische System komplett nachrüsten.

Einbau von Kombiinstrumenten OHNE dynamischer Öldrucküberwachung in
Fahrzeuge MIT (ab Modelljahr 1983, außer Diesel)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------
->
Den 14-fach Stecker öffnen, dazu die "Klappe" links und rechts außen lösen
->
Kabel blau/schwarz aus Kammer 9 ziehen und isolieren
->
Kabel gelb aus Kammer 11 herausziehen und in Kammer 9 stecken

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WICHTIGER HINWEIS:
-------------------------------
Der 14-fach Stecker ist von seiner Form her immer der gleiche. Mit anderen Worten,
er wird sich immer problemlos anstecken lassen, nur sind dann einige Funktionen
nicht oder nur falsch gegeben, wenn die Belegung des Steckers nicht den
Bedürfnissen entsprechend angepasst wird! Es kommt zwar zu keinen Kurzschlüssen,
aber Warneinrichtungen sollten korrekt funktionieren, damit sie ihren Zweck erfüllen!

-------
FAQ:
-------

- Kann ich ein komplettes Kombiinstrument mit Drehzahlmesser einfach nachrüsten?
>> sofern aus dem gleichen Modelljahr, gleiche Wegstreckenzahl: JA
-> wenn nicht: lt. Anleitung zerlegen und umbauen, ggf. eigenen Tacho wieder verwenden

- liegt das Kabel für den Drehzahlmesser schon da?
>> bei allen Benzinern ab Modelljahr 1983 (D): JA
>> bis Modelljahr 1982: teilweise, meist nicht

- Wo muss ich das Kabel für den DZM anschließen, wenn es nicht liegt?
>> am Kombiintrument Kammer 5 am 14-fach Stecker
>> anderes Ende zur Zündspule Kl.1

- Ich habe einen Golf 1 Diesel und suche einen Tacho mit DZM?
>> hat es NIE gegeben

- Kann ich einen Tacho mit MFA einfach nachrüsten?
>> nichts ist unmöglich, aber sehr aufwändig
>> abhängig von dem, was bisher verbaut war, funktionieren DZM und Digitaluhr

- Meine MFA zeigt viel zu geringe Verbrauchswerte an?
>> zu 90% Unterdruckgeber hinten am Kombiinstrument defekt

- Mein Tacho zeigt an, aber KM - Zähler arbeitet nicht?
>> Kunststoffzahnrad am Zählwerk gerissen -> versuchen zu kleben
>> nur MOTOMETER: Schneckenantrieb lose, meist durch unbefugten Eingriff verursacht

- Kann ich die gelbe Fernlicht LED einfach gegen die blaue vom Golf 2 usw. tauschen?
>> NEIN, Vorwiderstand auf Leiterfolie müsste geändert werden
>> es handelt sich da nicht um eine blaue LED, sondern Glühlampe mit blauer Kappe

- Ich habe einen GTI mit MFA - kann ich zum testen auch ein normales Kombiinstrument nehmen?
>> JA, sofern aus Modelljahr 1983 aufwärts
>> 6-fach Stecker muss nicht angeschlossen werden
>> Unterdruckleitung luftdicht verschließen

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Resümee
--------------

Ich denke, jetzt wurden viele Fragen beantwortet und ein wenig Licht in die Materie gebracht.

Tschüss Frank

PS: @Admin: Es wäre schon, wenn es mit in die bebilderten Anleitungen kommt und nicht unter geht.


Zitat
(@andreas)
Erleuchteter Foren-Mitglied
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 1069
 

Ich wäre noch immer fürs Klonen vom Frank....


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo Frank,

VIELEN DAAAAAAAAANK!!!!!!

Gruß
Jörg


AntwortZitat
(@heliosblauer)
Experte Foren-Mitglied
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 458
 

... mein Highlight des Sonntags!

Vielen Dank an Frank!

Gruß
Markus


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hi Frank,

super Zusammenstellung..., danke !

Bei mir blinkt ständig die Temperatur-LED. Überbrücken vom Wasserausgleichsbehälterstecker bringt nichts.

Geht nur nach langer Fahrt irgendwann aus..., hast Du noch einen Tipp voran das liegen kann ?

Gruß
Axel


AntwortZitat
(@stefan)
Orakel Foren-Mitglied
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 525
 

Hi Frank!
Diesen Bericht würd ich gerne für den UGK "ziehen".
Gruß!


AntwortZitat
 clas
(@clas)
Orakel Foren-Mitglied
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 717
 

Moin Frank,

bei mir ist zwar alles ok, aber trotzdem: RESPEKT für diese Maratonanleitung.

Gruß
Clas


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Moin Frank!
(tu)Schön, das es noch solch nette Menschen gibt, die sich die Mühe machen, so einen geilen Bericht zu verfassen!!! (tu)
Ich denke, daß du mit diesem Leitfaden noch eine Menge Fragen beantworten wirst!!
Hochachtung und ein großes Dankeschön!
Weiter so....

M.f.G. Lutz


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Alter schalter der typ hats echt drauf...ich glaub das wissen nicht einmal die, die das ding gebaut haben....

hochachtungsvoll
Levent


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo,
erstmal danke für die "Blumen".
Mit dieser Sache entlaste ich mich aber auch, da ich (so die Hoffnung) nicht mehr ständig alles doppelt schreiben muss.

@ Axel_2: Zu diesem Thema habe ich auch noch was auf Lager.
Das Problem sind meist schlechte Lötstellen in der Wassertemp. - Anzeige selbst. Damit schwankt die Spannung im Instrument ständig, sprich, es ist wie, wenn man die Zündung ständig aus und wieder einschaltet. Und was passiert, wenn man die Zündung einschaltet - die LED blinkt zur Kontrolle für einige Sekunden. Das wird durch die schlechten Lötstellen ständig intitiiert - deswegen das Dauerblinken der LED. Da aber der Zeiger, der nur über ein bestromtes ("beheiztes") Bi-Metall bewegt wird, dadurch träge reagiert, bleibt er ruhig stehen und "wackelt" nicht, so dass der Mangel nicht sichtbar wird.
ABER: auch allg. Spannungsabfälle im Bordnetz (oder Harrrisse in der Leiterfolie -> meist temperaturabhängige Ausfälle) können dieses Symptom hervorrufen, jedoch merkt man das meist, wenn z.B. plötzlich das Licht dunkler wird.

Tschüss Frank


AntwortZitat
(@g666t)
Grünschnabel Foren-Mitglied
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 25
 

Perfekt, besser gehts nicht!


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo Frank,
super Auflistung der vielen Details. 3x Danke.
Ein paar Ergänzungen aus Sicht des Polo-Fahrers:

Das eckige Kombi-Instrument gab es ab 1/79 schon beim Polo1, Unterschied zum Golf sind die integrierten LEDs für Choke und Handbremse, wofür es beim Golf eine Extra-Leuchte gibt. Ab Modell84 dann ohne Choke, weil alle Motoren mit Startautomatik, gleichzeitig blaue Fernlichtglühlampe. Die lässt sich anstelle der gelben LED nachrüsten, wenn man den Vorwiderstand der LED durch einen Draht ersetzt.
Der Polotacho hat eine Übersetzung von W=980, die übrigen Teile des Instruments sind mit den Golf-Benziner-Teilen identisch.
Dass der Summer für Öldruck beim Starten nicht auslösen darf, stimmt nicht ganz, die erste Serie von 8/82-12/82 hat bei warmem Motor/dünnflüssigem Öl kurz gepiept, maximal 1 Sekunde. Die GF- und GG-Motoren hatten zu dieser Zeit meist beide Öldruckschalter über ein T-Stück angeschlossen, da bis 12/82 die Zylinderköpfe noch ein Loch für einen Öldruckschalter besaßen. Ansonsten gilt, wie Frank schreibt, dass der Summer stumm bleiben muss.

Wär klasse, wenn jetzt noch jemand für die Cabrios ab 1984 Infos liefert, da weiß ich nicht viel.

Gruß
Christian


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo,
@ Christian: das mit den Ertönen der Summer bei den ersten Serien ist mir "vom davon lesen" bekannt. Allerdings kann der Bauzeitraum bis 12.82 nicht ganz stimmen. Meines Wissens war es wohl nur bei Serienanlauf so und wurde sehr schnell auf die beschriebene Funktion geändert - zumindest beim Golf. Mein erster http://www.golf1-ig.de/service/register/detail.php?id=1071&offset=81 war am 19-08-1982 gebaut. Da der einen Tacho von VDO drin hatte (liegt heute noch bei mir in der Kiste...), konnte ich gut sehen, dass auch auf dem Öldrucksteuergerät noch "8.82" aufgedruckt war, es also noch das erste war. Da hatte bei Zündung ein nichts gepiept. Dass dieser "Pieper" aber funktionierte, wusste ich noch vom Vorbesitzer, da er einen Lagerschaden hatte, und ihn das Ding dazu ordentlich genervt hatte. Ich hatte das Auto dann mit fast neuer AT - Maschine (knapp 7.000 km gelaufen) übernommen und bin in gut zwei Jahren 90.000 km damit gefahren, MFA nachgerüstet, 4+E eingebaut...

Und weil Du es ansprichst: Diese Kombiinstrumente gab es in sehr ähnlicher Form auch im Passat (bis 1981, fragt mich nicht wie der heißt...), und im Jetta Modelljahr 1980 (A). Dort war auch eine blaue Fernlichtkontrolle drin, die aber vom "Funktionsaufbau" völlig anders gestaltet war, als das beschriebene "Golf 2 Prinzip". Auch sah der Bereich mit den Dioden optisch etwas anders aus, die Dioden selbst saßen auf einer Leiterplatte (also nur komplett tauschbar), eine integrierte Digitaluhr gab es bei Ausführung mit DZM auch nicht.

Cabrio ab Modelljahr 1984: Da kann ich schon mal nicht mit (eigenen) Bildern dienen, ich habe nur noch ein Kombiinstrument vom Sportline (1992), ein normales mit MFA (1988) und eines von einem US - Cabrio von 1986 für Fotozwecke da. Ansonsten ganz grob und "nach bestem Gewissen aus der Kalten":

CABRIO
- ab Modelljahr 1984 (E)
-------------------------------------
>> immer mit Drehzahlmesser
>> Tacho immer bis 220 km/h
>> blaue Fernlichtkontrolle (-> andere Leiterfolie)

- ab Modelljahr 1985 (F)
-------------------------------------
>> dynamische Öldrucküberwachung geändert
>> sonst keine Änderung, außer:
>> ab 9.84: MFA geändert
--->> Speicherschalter am Kombiinstrument entfallen
--->> Speicherumschalter + Löschen über Wischerschalter
--->> zusätzliche 2-fach Steckverbindung hinter der MFA - Platine
--->> geänderte Leiterfolie
--->> geänderter Drehzahlmesser (Grafik + ohne "Loch für Stellknopf")

- ab Modelljahr 1986 (G)
-------------------------------------
>> Schalt & Verbrauchsanzeige (SVA) entfallen (nur teilw. im Export noch verbaut)
>> bei MFA: Leiterfolie geändert, da jetzt ohne SVA
>> bei MFA: Drehzahlmesser geändert, da nur noch "Fenster" für Tankanzeige

- ab Modelljahr 1990 (L)
-------------------------------------
>> MFA überarbeitet und diagnosefähig (aber nicht über "Tester")
>> Grafik Drehzahlmesser überarbeitet (roter Bereich + "MOTOMETER" steht jetzt oberhalb der Welle, bis 1989 darunter)
>> Unterdruckgeber geändert
>> MFA serienmäßig bei 2H Motor (gilt nur für Deutschland)
>> ABER KEINE MFA bei Fahrzeugen MIT AIRBAG lieferbar!
(Leiterfolie und Belegung Stecker für zwei Airbag LEDs geändert -> kein "Platz" für die MFA - Leitungen)

Sonstige Erfahrungen: Es ist mir ab Modelljahr 1986 (G) bei Fahrzeugen MIT MFA nur der Hersteller MOTOMETER bekannt, bei der Normalausführung bis Modelljahr 1986 habe ich auch noch VDO gesehen. Bei der Normalausführung ab Modelljahr 1990 (L) kenne ich auch nur noch die Ausführung von MOTOMETER. Ich vermute, dass es schon seit MFA ab 9.84 (Entfall des Speicherumschalters am Kombiinstrument) nur noch den Hersteller MOTOMETER gab. Diese "Zwischenkombiinstrumente" sind sehr selten, da nur ein knappes Jahr bei wenigen Fahrzeugen verbaut. Auf den ersten Blick sehen sie wie das vom 83er GTI aus, nur der Speicherumschalter fehlt, die Fernlichtkontrolle ist blau und der Bereich von 0 - 1000 U/min auf dem DZM ist weiter gespreizt und hat bei 500 U/min einen "Strich".

CABRIO SPORTLINE:
Das Gehäuse des Kombiinstrumentes ist im Sichtbereich nicht schwarz, sondern leicht grau. Die Nadeln sind nicht weiß, sondern orange - rot.
Bei Interesse kann ich ein Bild machen.

EXPORTMÄRKTE:
Hier gab es teilw. andere Kombiinstrumente, die eine Schaltanzeige (aber keine Verbrauchsanzeige) hatten. Sie waren optisch dem des 83er GTI recht ähnlich, hatten aber keine MFA.
Bei Interesse kann ich ein Bild machen.

Änderungen an der dynamischen Öldrucküberwachung:
---------------------------------------------------------------------------------
>> betrifft auch Golf2 und andere "Verwandte"

Ausführung von Modelljahr 1983 (D) - 1984 (E)
- Wahrnehmung: LED "flackert" mehr, als dass sie blinkt
-->> spezielle "Blink - LED" verbaut. Wird die LED bestromt, "blinkt" sie automatisch. Der Output vom Steuergerät für Öldrucküberwachung ist konstant (statisch). Das Blinken wird allein von der LED erzeugt.

Ausführung ab Modelljahr 1985 (F)
- Wahrnehmung: LED blinkt sehr ruhig und langsam
-->> normale LED verbaut. Der Output vom Steuergerät für Öldrucküberwachung ist intermittierend (ein / aus / ein / aus). Das Blinken wird also vom Steuergerät für Öldrucküberwachung erzeugt.

Zusammenfassung:
1983 - 1984
-> Blink - LED
-> konstanter Output

ab 1985
-> normale LED
-> intermittierender Output

Ab Modelljahr 1985 wurde deshalb ein anderes Steuergerät für Öldrucküberwachung eingebaut und satt der Blink - LED wieder eine normale. Wer von "alt auf neu" umrüsten will, benötigt also neben dem Steuergerät auch die "normale LED" (passt die von der Ladekontrolle). Ansonsten sieht es sehr lustig aus, wenn die "Blink LED" noch intermittierend angesteuert wird. Aber funktionieren tut es.

Tschüss Frank


AntwortZitat
 Anonym
(@0)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo Frank,

das dürfte doch sehr genau passen. Nochmal DANKE.

Die Armaturen vom Passat32 Facelift, also etwa 1977-80 hatten runde Zifferblätter und entsprechend runde Ausschnitte im Gehäuse, die LEDs waren senkrecht untereinander (3x2, glaub ich). Es passt aber auch der eckige Tacho ins Gehäuse, Zahlen und Striche bleiben lesbar. Belegung des 14fach-Steckers wie bei Polo ab 1979 und Golf-Benzin ab 1980. Tachowelle geschraubt, W=975.

Beim US-Cabrio gab es auch Drehzahlmesser mit dem Aufdruck UNLEADED FUEL ONLY. Zeitraum unbekannt, habe ich vom späten Modell mit Airbag. Motometer.

Ab etwa 1985 kenne ich Instrumente mit MFA auch nur von Motometer, Polo-Instrumente (immer ohne MFA) gab es bis 1990 von beiden Herstellern, egal ob ohne Uhr, mit Analog-Uhr oder mit Drehzahlmesser und Digitaluhr. Ausnahme G40 immer VDO. Es gibt minimale Unterschiede beim roten Bereich des DZM, Beginn etwa bei 6200 oder etwas später, markierte Fläche beginnt gestreift oder Punktraster.

Den begehrten Diesel-Drehzahlmesser gab es nur im Öko-Polo von 1989, etwa 53x. Hersteller VDO.

Gruß

Christian


AntwortZitat
(@sebastian-heiss)
Forengott IG-Redakteur
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 4261
 

Hallo,

was mich jetzt noch interessieren würde:

Der Speicherschalter beim GTI Modelljahr 1983 war ja bei den ersten Fahrzeugen mit einem gelben Punkt markiert und die Einstellziffern waren auch gelb beleuchtet - irgendwann Anfang 1983 (oder so?) war der Schalter dann schwarz und hatte keine Beleuchtung mehr.

Weiß jemand, wann genau diese Änderung eingeführt wurde?

Gruß Sebastian


AntwortZitat
Seite 1 / 3
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