Hallo! Ich bin zur Zeit mit meinem Latein am Ende. Mein Golf, Bj.1/77, 50PS hat folgendes, wenn auch nicht lebenswichtiges, aber dennoch extrem nerviges Problem:
Während der Fahrt taucht ein schlagendes, rythmisches Geräusch auf. Ein leichtes Glockern. Gerade bei Lastwechsel macht sich dies bemerkbar. Es tritt jedoch auch auf, wenn ich beispielsweise auskupple und das Auto rollt. Glock,glock,glock... Unter Last ist nichts.
Folgendes wurde bereits versucht: Getriebe getauscht, ohne Erfolg. Die kurze Antriebswelle hatte in Axialrichtung Spiel, nicht in Fahrtrichtung. Dennoch getauscht, ohne Erfolg. Motorlager getauscht, ohne Erfolg. Sämtliche Schrauben kontrolliert. An den Federbeinen gerüttelt, alles Fest. Im Stand mit angezogener Handbremse angefahren. Die Domlager sind scheinbar ok. Auserdem ist das Geräusch vom Untergrund unabhängig. Radlager geben auch keinen Mucks. Kupplung schließen wir eigentlich aus, da das Geräusch auch ausgekuppelt auftritt, also wenn die Kupplung im Leerlauf ist aber mit steigender Geschwindigkeit ebenfalls schneller wird. Irgendwie ist das, als wenn irgendwo was an die Karosse schlägt. Allerdings klackt es aus Getrieberichtung beim Anfahren im Stand mit angezogener Handbremse schon etwas, wo bei ich denke, dass das normal ist, wenn die Zahnräder ineinander greifen...!
Ich weiß keinen Rat. Ihr?
Vielen Dank...
Hallo!
Radlager sehe ich etwas anders, werden durch die Zwangslage (Beschleunigen, Bremsen) zusätzlich geführt...
Kupplung müsste aber auch ohne Gang drin Geräusche machen, oftmals ist es das Ausrücklager das Fahrerseitig am Getriebeende sitzt...
Wieviel Spiel haben die Gelenkwellenflansche am Getriebeausgang, sind die Simmeringe dort dicht?
Ölfüllstand im Getriebe?
Sepp
Hallo Sepp! Die Gelenkwellenflansche am Getriebe haben kein Spiel. Es ist auch alles dicht. Wie gesagt, es macht ja auch beim Auskuppeln Geräusche, also wenn kein Gang drin ist. Die Kupplung läuft ja dann in Leerlaufdrehzahl des Motors. Da das Geräusch dann aber mit zunehmender Geschwindigkeit auch schneller wird, kann es die Kupplung eigentlich auch nicht sein.
Nur mal eine (bescheuerte) Idee..... : *kratzamKopf*
Ist evtl eine Unwuncht durch vollbremsen in den Reife vorhanden?
Muss mann ja nicht unbedingt sehen... oder ein Blei von der Felge verloren?
VG
Jip
Statt hier nur rumzusabeln, würd ich halt mal die Bremse zerlegen und reinigen.
Und würde diese erst danach ausschließen, weil nach Deiner meinung kann ja eh alles andere ausgeschlossen werden.
Nichts für ungut.
MfG
Hallo remarc81,
Ist jetzt kein Witz, aber bei meinem 81er Diesel hatte ich auch von Zeit zu Zeit ein komisches Schlaggeräusch, speziell beim Gaswegnehmen, kam aus dem rechten Vorderwagen........
Ich habe (eh verschleißbedingt) dann so ziemlich alles erneuert gehabt, was kaputt sein konnte.
(Gelenkwellen, Radlager, Bremsen komplett, Reifen, Stoßdämpfer, Lenkgetriebe, Achsgelenke)
Vor drei Wochen hab ich dann beim Zumachen der Beifahrertür einen Schreck bekommen: oberes und unteres Türscharnier total ausgeschlagen, die Tür klappert im geschlossenen Zustand dann in Fahrtrichtung in ihren Scharnieren..... so ein Sch...!
Wenn nun irgendein Reifen in bischen eiert, dann zittert die Tür regelrecht.
Kontrollier mal die Scharniere: bei geöffneter Tür am Türgriff anpacken und versuchen die Tür hochzuheben, ist hier Spiel, hast du es gefunden. Dann hilft nur Scharniere ausbuchsen, denn die gibt es nicht mehr neu bei VW.
Werde mal von meiner eigenen Reparatur berichten, vielleicht ist das ja auch was für´n Urgolf-Kurier, wie sieht es aus, Stefan?
Komisch ist bei meinem Golf allerdings: an der Fahrertür tritt dieses Klacken nicht auf, obwohl der Wagen mittlerweile 447.000km drauf hat, die Karosse also schon relativ weich ist, aber auf der Beifahrerseite steigt eher selten jemand ein, etwa nur 10% aller km, also hätte ja eigentlich die Beifahrerseite wesentlich langsamer verschleißen müssen. Seltsam, seltsam....
Gruß, Stefan K.
Hallo Zusammen! Seit gestern kann ich wieder beschwerdefrei durch die Gegend fahren! 🙂 Zum einen waren auf der linken Seite die Haltestifte der Bremse nicht weit genug eingeschlagen, so dass der äußere Belag auf den Stiften "wandern" konnte. Bei Teillast hat er seine Position evtl. nicht finden können und das Geräusch verursacht. Zum anderen ist mir noch Folgendes aufgefallen. Ich hatte meine Felgen anfang des Jahres restauriert. Die Lackierung hat sich an den Kontaktflächen zur Bremscheibe und unter den Radschrauben im Zuge der Beanspruchung natürlich gelöst. Dadurch waren die Radschrauben jetzt nach ein paar Kilometern nicht mehr 100% fest. Als wir die Bremse auf der linken Seite "repariert" hatten, waren die Radschrauben auf der rechten Seite die Ursache für ein letztes Geräusch beim Anfahren. Nunmehr sind alle Ursachen zum Glück behoben. Ich danke Allen für die netten Tipps. Vielleicht kann der eine oder andere was daraus lernen. Beim nächsten Mal werde ich die Räder frühzeitiger kontrollieren bzw. diese einmal montieren, abmontieren, die Flächen reinigen und endmontieren. Man kann diese natürlich auch gleich beim Lackieren auslassen.
@XXX: Kommentare wie "rumsabeln" schreibt man, wenn überhaupt, dann grammatikalisch richtig. Danke trotzdem auch für deinen Tipp.
Hallo,
meine Erfahrung hat mich auch gelehrt, bei frischlackierten Felgen die Kontaktstellen der Felge zu den Radmuttern blankzuschleifen, da andernfalls der unter Druck bröselnde Lack dort für eine Lockerung der Felge sorgen kann. 😉
Gruß Sebastian