Dieselprobleme bei ...
 
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Dieselprobleme bei minus 13 Grad

(@sebastian-heiss)
Ehrenmitglied
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 4339
Themenstarter  

Hallo Leute,

heute morgen ist mein Jetta Diesel zwar bei -13 Grad einwandfrei angesprungen, mochte dann aber kein Gas annehmen und ging sogar immer wieder aus. Obwohl Winterdiesel (bis -22 Grad) vollgetankt und nachgerüstete Dieselfilter-Heizung verbaut ist, mußte ich ihn eine halbe Stunde im Leerlauf vor sich hin tuckern lassen mit immer wieder versuchenden Gasstößen (die meist im Absterben des Motors endeten), bis er endlich vernünftig fahrbar war.
Jetzt ist meine Frage: Macht es Sinn, 5 Liter Normalbenzin zuzutanken, wie es früher immer empfohlen wurde?
Nächste Nacht soll nämlich hier noch kälter werden.
Über den einen oder anderen Tipp würde ich mich freuen.

Viele verfrorene Grüße

Sebastian



   
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(@marco)
Wenig aktiv
Forumsbeitritt: Vor 20 Jahren
Beiträge: 38
 

Hallo Sebastian,

mir wurde auf einem Diesellehrgang mal gesagt, daß für moderne Commonrail-Diesel (den Du ja nicht hast) ausschliesslich Petroleum als Fliessverbesserer zugelassen ist wegen der Schmierung der Hochdruckpumpe. Ich denke das wäre auch für die alten Verteilereinspritzpumpen sinnvoller als die Zugabe von Benzin.

Versuchs mal, schaden tuts jedenfalls nicht!

Grüße

Marco



   
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(@manni)
Fortgeschritten
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 169
 

marco, sebastian,

in 3o jahren mercedes diesel erfahrung hat sich gezeigt, dass der zusatz von superbenzin immer recht hilfreich war (bei den "alten modellen: /8, w123, w124).
bei meinem neuen (e220cdi/w211) mag ich das allerdings auch nicht mehr machen. muss auch nicht. läuft immer mit dem normalen winterdiesel, aber das mit dem petroleum ist recht interessant.

gruss
manni



   
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(@joern)
Meister
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1575
 

Hallo,
Dieselfilter wechseln, wann ist der das letzte mal entwässert worden?
Wenn du da unten Eis drin hast nützt der schönste Winterdiesel nichts.
Gruß, Jörn



   
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(@sebastian-heiss)
Ehrenmitglied
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 4339
Themenstarter  

Hallo Jörn,

soweit ich weiß, sollte der Filter im September 2005 gewechselt worden sein. Aber ich könnte mal versuchen, zu entwässern, vielleicht hilft es.
Ich werde nachher mal sicherheitshalber einen Schluck Super dazukippen.
Erstmal danke an alle.

Gruß Sebastian



   
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 lars
(@lars)
Wenig aktiv
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 32
 

Hallo Sebastian,

versuch mal Desolit von Autol das verbessert die Starteigenschaften und den Warmlauf und ist zudem Systemreinigend. Laut aufdruck macht es den Kraftstoff fliessfähiger um ca. 8 Grad. Hab mich selbst von der Wirkung überzeugen können ( nicht die Fliessverbesserung).
Bei meinem alten Golf 3 TDI waren im Winter 2 Glühkerzen hinüber bei minus 20°C ist er angesprunger als wär alles in Ordnung, ohne hat er geschüttelt wie ein alter Lanz-Bulldog. Er kam erst auf 2 dann auf 3 und schliesslich lief er auf allen 4 Töpfen.
Also ich kanns nur empfehlen. Tank das zurzeit auch öfter mal dazu. Das Zeug gibts in Dosen zu 0,5 bzw. 1 Liter ( 1Liter auf 100 Liter Diesel) aber aufpassen gibts auch für Benziner, gibts leider nicht überall. Die Literdose kostet so um die 10 Euro. Eine kleine Sache gibts noch, mach keine Abgasuntersuchung damit im Sprit es verschlechtert soweit ich weiss die Abgaswerte.

Gruss Lars



   
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(@rolf-rath)
Großer Schreiber
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 242
 

Wir reden hier doch von " Alten Autos ". Und ich kann mich noch daran erinner das Diesel ab einer gewissen ( ab wann ist mir nicht mehr bekannt ) Themeratur " Flockt " Um dieses zu verhindern wurde " Damals " immer Benzin zugegeben. Warum also sollte es heute für nen " Oldie " schädlich sein. Und das mit dem " Winterdiesel " passt zu den Modernen Autos, die ja auch noch eine " Dieselvorwärmung " haben, aber auch bei unseren Oldies ??
Wenn er erst nach einer halben Stunde Blubbern im Stand läuft dann ist es meiner meinung darauf zurückzuführen das sich die Viscosität des Diesel durch die " Spühlung " vom Flockigen Zustand wieder Verflüssigt hat.

Auch mein kleiner " Spritti " hat sich heute morgen etwas schwer getan. Aber solange er 4 von 365 Tage etwas schlechter läuft mache ich mir keine sorgen. Ich warte ab ob er an " NORMALEN " Tagen immer noch zicken macht und dann handel ich.



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

benzin schadet nicht in kleinen mengen.

aber es liegt 85% nicht am wasser sondern am Paraffin, der bei niegrigen temperatur und ungenugender Additivierung sich kristalisiert und so sen diesel filter verstopft. (ich wõrde filter rausnehmen und im ZImmer aufwärmen) und entweder benzin oder fliessverbessrer zur Diesel geben



   
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 rni
(@rni)
Kleiner Schreiber
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 60
 

Hallo Sebastian,

wenn die Probleme nach ein gewissen zeit im Leerlauf aufhören würde auch ich auf Wasser im Filter tippen, das die feien Poren des Filters zum Teil verstopft. Durch den Leerlauf wurde es dann so warm, dass die Filterfläche wieder frei wurde. Auch wenn der Filter erst im September gewechselt wurde schließt das nicht aus, das Wasser da drin ist, schließlich ist es ja nicht nur Filter, sondern auch ein physikalischer auf Schwerkraft basierender Wasserabscheider.

Ich würde den Filter im warmen Zustand einmal entleeren um das Wasser abzulassen.

MfG

Ralf



   
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(@joern)
Meister
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1575
 

Hallo,

Parafin bei -13 Grad sollte mit Filterheizung bei Winterdiesel noch nicht vorkommen, und wenn mich nicht alles täuscht wird das mit Spülen nicht besser. Meines Wissens hilft da nur Wärme, die ist durch den Filterheizer ja gegeben. Ich tippe immer noch auf Wasseranteile.

Gruß, Jörn



   
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(@sebastian-heiss)
Ehrenmitglied
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 4339
Themenstarter  

Hallo Jörn,

ich auch! Hatte gestern etwas Benzin zugetankt (3 Liter) und hatte heute morgen das gleiche Problem immer noch.
Am Wochenende will ich mal etwas Wasser aus dem Filter lassen, momentan ist es mir zu kalt und abends auch zu dunkel 😉

Gruß Sebastian



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Als ich in den 90er Jahren meinen Einser-GTD fuhr, trat im Winter auch immer wieder dieses Problem mit der stockenden Kraftstoffzufuhr auf. Wiederholte Filterwechsel, Reinigung des Feinstfilters in der ESP-Hohlschraube, Verdünnung des Kraftstoffs mit Benzin, Alkohol usw. brachten keine nachhaltige Lösung. Aber am Anfang war der Wagen meist mit der Reinigung des Saugkorbs im Tank, der sich gerne mit einer dubiosen schleimartigen Masse zusetzte, wieder flottzukriegen. (Ich weiß nicht, wie viel an dem damals kursierenden Gerücht dran war, der Schleim sei durch ölfressende Bakterien verursacht, die für die Beseitigung von Ölverschmutzungen gezüchtet worden seien und ungewollt ihren Weg in die Dieselversorgung gefunden hätten).

Silvester 1996/97 musste ich allein in meiner Wohnung verbringen, weil mein Auto wegen verstopfter Spritzufuhr keinen Mucks mehr von sich gab und der ADAC-Engel empfahl mir, einfach ein neues Auto zu kaufen ("in die Kiste würde ich nichts mehr reinstecken").

Nachdem ich die Kraftstoffleitungen unter dem Wagenboden mit dem Hochdruckreiniger durchgespült hatte - da kam vielleicht ein Siff raus -, waren alle diese Probleme weg. Wahrscheinlich hatten sich über die Jahre so viele Rückstände darin angesammelt, dass schon eine leichte kältebedingte Eindickung des Kraftstoffs die Leitungen undurchlässig werden ließ (soweit ich es in Erinnerung habe, waren beim G1 zwei komplett getrennte Leitungen für Vor -und Rücklauf zwischen Tank und Motorraum). Möglicherweise spielte auch einfrierendes Kondenswasser aus dem Blechtank (sinkt ja unter das leichtere Dieselöl) dabei eine Rolle.

Der Golf 2 D scheint in dieser Hinsicht wesentlich robuster zu sein, aber vielleicht ist auch einfach nur der Sprit über die Jahre immer besser geworden.



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Volle Zustimmung....
zu dem Betrag von Uwe. Wenn ein Filterwechsel nichts hilft, muß der Tank und die Dieselleitungen entsifft werden. Da zum Tankausbau die Hinterachse komplett raus muß, sollte man den Tank über die Öffnung für den Schwimmer reinigen. Als erstes Tank ablassen, Siebkorb durch besagte Öffnung mit einer Spitzzange ausbauen,( dieselbe möglichst nicht in den Tank fallen lassen) mit Benzin o.ä. reinigen und wiedereinbauen, anschließend kann man den Bodensatz des Tanks mit einem alten Alles-Staubsauger aussaugen. Ihr werdet überrascht sein was sich dort in den letzten 25 Jahren an Schleim und Dreck angesammelt hat. Als letztes noch die Diesel Vor- und Nachlaufleitung mit Druckluft durchpusten. Bei mir hatte auch dieser widerliche Bakterienschleim bereits bei zwei 1er-Golfs zugeschlagen. Zusätze die diesen Schleim zersetzen wie zB. Grotamar 71 helfen zwar, aber nur sehr langfristig. Es dauert also einige Tankfüllungen und Wochen bis der Schleim weit genug zersetzt ist. Wer also schnell und auch bei Kälte wieder fahren will bleibt nur diese recht siffige Radikalkur.

Grüsse Oliver



   
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(@sebastian-heiss)
Ehrenmitglied
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
Beiträge: 4339
Themenstarter  

Hallo Oliver,

danke für den Hinweis mit dem Grotamar 71. Das kannte ich noch gar nicht; habe mir heute gleich 500 ml bestellt. Bevor ich in dieser Jahreszeit das halbe Auto zerlege, versuche ich das mal so. Und oberhalb von -9 Grad läuft er ja einwandfrei - momentan sind bei uns 0 Grad.

Gruß Sebastian



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo Sebastian,

was ohne allzu großen Aufwand möglich ist ist die Reinigung des Siebkorbs im Tank. Dazu muss lediglich der Bodenteppich im Kofferraum beseite geklappt und der Deckel des Tankgebers abgeschraubt werden. Wie von Oliver ausgeführt kann man dann den Plastikkorb (sieht ähnlich wie der Filterkorb in einer Spülmaschine aus, hat oben eine Öse aus hellem Kunststoff) mit Hilfe einer Zange oder auch mit Hilfe des dafür sehr günstig geformten Tankgeber-Gestänges recht einfach durch die Öffnung herausziehen und reinigen. Geht im Prinzip auch bei gefülltem Tank, allerdings könnte natürlich eine geringe Menge Dreck zusätzlich in die dann freiliegende Öffnung der Kraftstoffleitung gelangen. Man sollte daher nicht der naheliegenden Versuchung erliegen, den Motor ohne diesen Filterkorb zu starten.

Der Saugkorb läßt sich, wenn man ihn mit Putzlappen saubergewischt hat, mit Benzin, Spiritus oder mit Seifenlauge und heißem Wasser reinigen. Das Wiedereinsetzen geht eigentlich auch recht gut, allerdings ist mir dabei mal versehentlich der "Tennisball" des Tankgebers in den Tank gefallen und ich musste ihn wieder rauspfriemeln.

Dass man dabei alte Klamotten und viel Zeitungspapier benutzen sollte, liegt auf der Hand. Ich habe noch eine alte Jeansjacke, die ich damals dabei benutzt habe und die rund 9 Jahre später immer noch leicht nach Diesel müffelt. Wenn ich heute einen Spülmaschinensaugkorb sehe denke ich auch immer noch reflexartig an Dieselgeruch.

Es ist aber kein großer Arbeitsaufwand und bei mir hat es in den ersten Jahren immer für eine Wintersaison geholfen. Einmal habe ich diese Prozedur auch auf dem Uni-Parkplatz durchgezogen ... und mich hinterher in der Mensa darüber gewundert, dass sich niemand zu mir an den Tisch setzen wollte .

Was bei kältebedingten Stockungsproblemen zusätzlich ins Gewicht fällt, sind ganz kleine Undichtigkeiten an den alten Kraftstoffschläuchen, durch die dann umso mehr Nebenluft angesaugt wird. Wenn man schon mal dabei ist, würde ich die mittlerweile sicher auch angejahrten Gummischläuche zwischen Filter und ESP auch mal unter die Lupe nehmen, insbesondere dann, wenn beim Gasgeben relativ viele Luftblasen in der durchsichtigen Vorlaufleitung zu sehen sind.

Grüße

Uwe



   
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