Hallo zusammen,
ich habe ja aktuell bei meinen Golf GG Motor eine defekte Nockenwelle im verbauten Motor festgestellt und stehe nun vor akutem Handlungsbedarf.
Doch erst einmal kurz zur Vorgeschichte:
Der original verbaute Motor hatte damals auch schon einen Defekt und wurde von mir ausgebaut und beiseite gelegt.
Rundlauf war war bei dem absolut nicht einzustellen und über die Kurbelgehäuseentlüftung hat er den Luftfilter mit Öl vollgeschmissen. Zusätzlich war auf einem Zylinder das "Kerzengesicht" für´n A***. Hatten damals auf defekten/gebrochenen Kolbenring/e getippt und Ihn kurzerhand gegen einen anderen Motor/Getriebe getauscht.
Nun ist ja der aktuell verbaute 2. Motor mit dem oben genannten Problem behaftet.
Da ich noch keinen weiteren Motor in kurzer Zeit in Aussicht habe, habe ich mir den 1. "Original"- Block vorgenommen und Kopf vom Rumpf geschraubt um mir ein Gesamtbild zu machen was da zu tun ist.
Während viele gestern den Vatertag gefeiert haben war ich bei Öl und Werkzeug in der Garage zugange, nunja - jedem das seine.
Der Kopf sah soweit gut aus, aber nach dem ersten Reinigen muß ich nun folgende Frage los werden, in der Hoffnung einer von euch kann Sie mir beantworten.
Die kleinen Auslassventile haben unter der Rußverkrustung einen Belag der grünlich zu sein scheint.
Soll das so sein, ist das eine Beschichtung? ich war mal vorsichtig mit der Feile bei und hab auch mal an den Einlassventilen "geputzt", da kommt sofort under dem Russ blankes Metall.
Ich hoffe das es auf den Bildern rüberkommt was ich meine.
Der Rumpf mit den Kolben sah auch soweit gut aus, keine Riefen in den Zylinder Laufbahnen, nur der eine sehr schwarze Kolben mit etwas stärkerer Verkustung in der Mulde. Hier würde ich nur die Kolben reinigen und Ihnen neue Ringe und Ölabstreiferringe spendieren.
Wenn ich aus beiden Motoren wieder einen mache, soll es der erste originale Block wieder sein ,und auch der Zylinderkopf den ich gestern von besagtem Block geschraubt habe. Vom aktuell verbauten Motor sind fast alle Anbauteile erst getauscht und oder neu, diese würde ich weiterverwenden. Zusätzlich liegt auch noch alles parat um die Kupplung zu wechseln.
Was ist eure Meinung?!
Gruß, Andreas/Ecki.
Hallo,
ich bin mehr "elektrisch veranlagt", aber ich würde den zerlegten Motor durchaus mal einer (kompetenten) Motor - Instandsetungsfirma vorstellen. Ich kenne jetzt nicht die Laufleistung und Deine Möglichkeiten usw.. Bei solchen Arbeiten gehört immer eine gewisse Erfahrung dazu, soll das hinterher nicht in einer dauerhaften Baustelle enden. Ich gehe davon aus, dass zumindest die Ventile neu eingeschliffen werden sollten, wahrscheinlich auch neue Führungen dazu. Wichtig ist, dass der "Kok" komplett entfernt wird, und die genaue Ursache dafür festgestellt, sonst hält die Freude nicht lange an. Und ob es nur mit neuen Kolbenringen getan ist - das kann man sicher erst dann exakt sagen, wenn man die Bohrungen / Kolben mal vermessen hat. Wenn man das in Fremdleistung machen lässt, ist das sicher nicht ganz billig, aber Du hast Garantie / Gewährleistung und kannst (hoffentlich) sicher sein, eine gute Basis zu haben. Bei der Firma Deines Vertrauens sollte nicht in erster Linie der Preis eine Rolle spielen, sondern das Ergebnis und der Ruf dieser.
Gegen die wiederholte Verkokung hilft auch eines: der Motor muss fahren und immer anständig warm werden (Öl!), dazu die Chance bekommen, auch mal allen im Betrieb entstehenden "Dreck" auszublasen! Ich habe bei mir nur 10W-40 Marke "Baumarkt" drin, fahre das Öl im Schnitt 20.000 km und muss feststellen: Der Motor ist innerlich sauber - und so sieht das Öl selbst nach 20.000 km noch richtig gut aus.
Tschüss Frank



