Motor geht bei Hitz...
 
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Motor geht bei Hitze aus

(@axylizer)
Mitleser
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
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Hallo,
mein Golf 1 Cab. (Motor JH, KA-Jetronic, 70kW, ´86) hat seit letztem Jahr die unangenehme Angewohnheit, daß bei höheren Temperaturen (warmes Wetter, Sonne, stop&go-Verkehr) der Motor ausgeht. Die Motortemperatur selbst ist nach Anzeige völlig im Rahmen.
Nachdem eine Werkstatt den Mengenteiler verdächtigte, testete ich diesen systematisch mit einem Haar-Föhn und einem Kühlakku: 20 Sek. Föhnen Motor aus, Kühlakku kurz drauf, springt sofort wieder an und läuft normal. Absolut reproduzierbar. Okay, Beweis genug, habe neuen gebrauchten Mengenteiler besorgt und euingebaut - alles lief zunächst prima.
Aber: Er geht immernoch aus, diesmal allerdings ist die Schwelle deutlich höher und die verantwortiche Stelle nicht so gut zu lokalisieren. Den Mengenteiler kann ich stundenlang anföhnen, da passiert nichts mehr. Ich bilde mir allerdings ein, daß er, wenn ich dorthin föhne, wo die ganzen Unterdruckschläche laufen/sich kreuzen, wo auch die Einspritzdüsen nicht weit sind, daß er da reagiert. Die Schläuche scheinen aber auf den ersten Blick in Ordnung zu sein bzw. wenn man an den Verbindungen wackelt und zieht ändert das nichts.
Die Einspritzdüsen sollen ja auch temperaturempfindlich sein, wenn sie verschlissen sind. Andererseits kennt man ja, wie ein Motor tut, wenn er nur auf drei Zylindern läuft (dann würde er ja auch nicht ausgehen). So verhält er sich aber nicht. Und daß zwei oder mehr Düsen absolut gleichzeitig rumzicken ist ja doch eher unwahrscheinlich...
Was könnte das denn noch sein?!?!!?

Vielen Dank für evtl. Tipps!!!!
Ciao,
Axel



   
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(@axylizer)
Mitleser
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
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Hi Jörn,

jupp, den Hallgeber und die Zündtransistoren werde ich auf jeden Fall mal checken!
So zuverlässig wie der Fehler während der Fahrt unter den richtigen Umständen auftritt, müßte das mit meinem Föhntest eigentlich ja zu finden sein 🙂

Danke, viele Grüße,
Axel



   
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(@axylizer)
Mitleser
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
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Hallo zusammen,

das Basteln am Wochenende war ziemlich erstaunlich.
Also, Hallgeber, Benzinpumpenrelais, Druckspeicher hab ich untersucht und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ordnung.

Dann habe ich mal das gleiche wie Mecki gemacht als der Motor ausging, also die Druckleitungen gelockert und geschaut ob´s zischt. Bei einer Leitung zu einer Einspritzdüse kam tatsächlich Gas raus (wobei: wenn man einer heißen Flüssigkeit, die unter Druck steht, plötzlich den Druck nimmt, kann die ja eigentlich auch in diesem Moment verdampfen, rein physikalisch betrachtet!).

Nungut. Dann hab ich endlich mal die Einspritzdüsen angeschaut und festgestellt, daß irgendein Bastler da wohl mal die falschen eingebaut hat.
Das Üble daran ist, daß die halt nicht richtig sitzen, weil die kleinen Dichtringe unten gar nicht passen, die Düsen also unten keinen Halt haben und rumwackeln.

Das Katastrophale allergings ist, daß da noch ein kleiner Distanzring aus Metall drin war, der leider weder zur Düse paßt noch zur Fassung. Tja, und bei einer Düse ist mir beim Herausziehen dieser Ring runtergefallen und zwar GANZ nach unten durch die Fassung hindurch und liegt jetzt am Boden des Ansaugrohrs!!!!

Dann hab ich erstmal die totale Krise bekommen und alle nicht-VW-Werkstätten verdammt. So schlecht ich auf VW-Werkstätten zu sprechen bin - so einen Mist hätten die halt nicht gemacht, sondern lieber drei Tage lang auf die total überteuerten Originalteile gewartet und die eingebaut...

Was ebenso extrem merkwürdig ist, ist, daß bei einer Düse weder der kleine Dichtring noch dieser komische Metallring drin war.
Jetzt wundern mich zwei Dinge: Wie konnten bei drei Zylindern die Metallringe 30.000km lang nicht durch Vibration nach unten fallen (okay, vielleicht verkanten sie sich so, daß die tatsächlich stecken bleiben) und vor allem: wo zum Geier ist der Ring beim vierten Zylinder hingekommen? War er nie eingebaut?
Kann mir halt nicht so ganz vorstellen, daß der Motor es überlebt, wenn da so ein Ring hineingerät, oder??!?!?! Da zerhaut man sich doch das Ventil und wenn er da durchkommen sollte, hat man nen Kolbenfresser. Oder könnte der zufällig unbehelligt die Brennkammer auch wieder verlassen?

Naja, jetzt muß ich mir auf jeden Fall überlegen, wie ich den Ring da wieder herausbekomme...

Allerdings habe ich den leisen Verdacht, daß das alles mit meinen Motorproblemen garnix zu tun hat - er lief ja jahrelang super so.

Gut, schöne Woche, viele Grüße,
Axel



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
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Nun ich hoffe und glaube auch das Problem gefunden zu haben. Wieder einmal habe ich das Auto meiner Familie vorgezogen und gesucht, dabei ist mir aufgefallen, dass ich sehr viel Wasser im Kraftstoffsystem habe. Also Hinterersitzbank raus damit ich an den Tank komme und so den ganzen Benzintank absaugen kann. Neben ca 1. Liter Wasser ist auch sehr viel Dreck durch den Schlauch in den Kessel gekommen. Danach habe ich das Benzin wieder in den Tank abgefüllt und den Filter im Motorraum ausgetauscht (auch der hatte Wasser). Zum Schluss ales gespühlt mit Benzin und zusammen gebaut. Nun bin ich mehrmals über längere Zeit umher gefahren und ohne Problem. Ich hoffe es war "nur" das!
Allen eine Gute Fahrt
Gruss Mecki



   
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(@axylizer)
Mitleser
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
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Hi Mecki,

ups! Hast Du eine Ahnung wie das Wasser und der Dreck in den Tank gekommen sind? Mal in Italien getankt? 😉
Ich hatte offensichtlich früher auch mal Wasser drin. Bei mir kams durch den Tank-Stutzen, der ja schön offen durch den Radkasten läuft und dann irgendwann durchgerostet war...
Die Vorförderpumpe im Tank sah damals auch entsprechend vergammelt aus und eigentlich auch der ganze Rest der Einspritzanlage...

Guat, ich hoffe ich komm auch bald hinter mein Poblem.
Ciao,
Axel



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
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Ja es war der Tank-Stuzen der bei mir auch durchgerostet war. Bei Regen spritzte es Wasser von den Rädern an den Stuzen und so kam auch der Dreck in den Tank.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
Gruss Markus



   
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(@axylizer)
Mitleser
Forumsbeitritt: Vor 21 Jahren
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Hallo Markus,

dann hoffe ich, daß das kurz genug war, daß sich das Wasser nicht so fatal auf die ganze Einspritzanlage ausgewirkt hat wie bei mir. Bis auf die Hauptleitung mußte ich nach und nach alles austauschen...

Zu meinem Problem:
Hab inzwischen bei Ebay die richtigen Düsen erstanden. Diesen blöden falschen Distanzring habe ich am WoE mit chirurgischer Fummelarbeit aus dem Ansaugrohr geholt. Am nächsten Wochenende bau ich dann die Düsen mitsamt neuen Fassungen/Wärmeisolierungen/Dichtringen ein (das sah teilweise ziemlich vergammelt aus - besonders die Dichtungen der Fassungen waren teilweise völlig hinüber).

Hab aber wenig Hoffnung, daß das die Ursache für die Temperaturprobleme war.
Schau ma mal...

Viele Grüße, schöne Woche,
Axel



   
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(@axylizer)
Mitleser
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Hallo zusammen,

hier die ultimative Lösung meines Problems:

Nachdem ich die Suche aufgegeben hatte, bin ich zum Bosch-Dienst gegangen und hab mir die unter Verdacht stehende Einspritzanlage fachmännisch durchmessen lassen. Dabei kam eindeutig heraus, daß die Vorförderpumpe das Problem verursacht.

Allerdings finde ich die Erklärung ziemlich erstaunlich:
Wenn der Motor nun im Stau oder Stop&Go schön heiß wird, erhitzt sich natürlich auch das Benzin, das bei diesen Motoren ja immer schön im Kreis zum Tank zurück und wieder vor gepumpt wird. Dabei erhitzt sich dann eben auch der Ein-/Auslassbereich am Tank, wo auch die Vorförderpumpe sitzt. Wenn diese dann diese Macke hat, wie sie meine hatte, pumpt sie ab einer bestimmt Temperatur keinen Sprit mehr, obwohl sie scheinbar normal weiterläuft und ja auch mitten im Benzin hängt. Wenn der Motor dann kurz abgekühlt ist oder sonst reicht wahrscheinlich schon der Fahrtwind aus, der am Wagenboden die Leitung kühlt, ist keine Fehlfunktion mehr spürbar.

Naja, die Diagnose hat 140,-€ gekostet, das Austauschen hab ich dann selbst gemacht (und damit 110,- gespart). Allerdings wäre ich da nie draufgekommen! Ich hatte früher schonmal ne kaputte Vorförderpumpe - da war das Symptom völlig anders. Die hatte wahrscheinlich nen Wackler wegen angerostetem Steckerkontakt. Da ging der Motor halt bei weniger als 1/4 Tank manchmal aus - egal wie heiß es war...

Kann schon vielfältige Probleme verursachen so eine kleine Pumpe!

Okay, allen vielen Dank nochmal für die vielen Tips und Anregungen - jetzt kenne ich meinen Motor wenigstens viel besser als vorher 🙂

Bis zum nächsten Problem 🙂
Ciao,
Axel



   
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