Hallo zusammen,
ich habe bei unserem 83er GTI die Kotflügel abgenommen, Rost beseitigt usw.
Jetzt habe ich letzte Woche das Buch "Etzold - So wird's gemacht" bekommen und darin gelesen, dass zwischen Kotflügel und A-Säule kleine Zinkplättchen verbaut waren. An diese erinnere ich mich nicht. Sind die wichtig (von wegen Korrosionsschutz, Opfermetall und so)? Kann man die auf andere Weise ersetzen, z. B. durch dünnes Zinkblech?
Ist das sinnvoll, nötig, ratsam?
Wie ist Eure Meinung?
Viele Grüße
André S.
Hallo André,
die Zinkplättchen werden zwischen Schraube und Kotflügel an der Oberkante aufgelegt, wo der Kotflügel auf der Motorraum-Seitenwand aufgesetzt wird. Die gibts noch bei VW, aber der Sinn dieser Plättchen ist mir auch nicht ganz klar. Vielleicht kann jemand näheres dazu schreiben?
Gruß Sebastian
Meines Wissens dienen die, wie Andre schon vermutet hat, als Opferanode.
Grüße, Dirk
Hallo,
die Zinkplaettchen sind tatsaechlich da um Rost zu verhindern. Wenn zwei unterschiedliche Metalle Kontakt machen und eine Fluessigkeit vorhanden ist, geht eine Strom laufen. Vergleich es mal mit was in eine Batterie passiert. Blei und Zink und eine Saeure ergeben Spannung und Strom. Gleiches passiert auch bei Kotfluegel/A-Saeule und die Schraube (anderes Metall als das Blech!). Wasser nimmt hier die Funktion von Saeure ueber. Hierdurch entsteht schneller als normal Rost.
Dies kann mann verhindern durch ein unedleres Metall (zum Beispiel Zink) dazu zu fuegen. Zink wird dann Rosten statt das Blech. Das "verrostette" Zink bildet dabei auch noch einen Schutfilm die das Blech dauerhaft Schutzt gegen (weitere) Rostbildung. Diesen Schutz mit Zinkplaettchen kann mann vergleichen mit das verzinken von Karosserieen so wie mann das bei teuere Fahrzeuge macht.
Die Zinkplaettchen gibt es in "Beutel" von 50 Stueck als einfache Aufkleber. Die kosten sind niedrig und kann nur raten darauf nicht zu verzichten beim zusammenbauen. Eine verrostette A-Saeule reparieren (lassen) in einige Jahre ist bestimmt um ein vielfahes teuerer!
Mfg
Erik Meussen
Danke für Eure Kommentare!!!
Grüße
André S.
Hallo Erik
Das mit der Opferanode hast du schön beschrieben. Eines hast du aber vergessen: Wasser kann nur dann als "Elektrolyt" dienen wenn das Wasser beide Metalle elerktrisch leitend verbinden. Ein Tropfen am Rand der Blättchen reicht dafür kaum aus: Die Flächen UND deren Verhältnisse sind dafür entscheidend. Somit muss das komplette Zinkplättchen im Wasser "stehen" damit ein vernünftiger Strom fließen kann. Wenn nur geringer Strom fließen kann, sei es durch geringe Fläche oder hohen "Wasserwiderstand" reicht es nicht aus um das Elektrochemische Potential des Eisens (hier Stahl) auszugleichen. Sprich: Funktioniert nur wenn das Blättchen und das Stahl im Wasser stehen. An den Einbaustellen steht das Wasser aber an einer ganz anderen Stelle als an den Blättchen.
Es schadet auf gar keinen Fall. Wenn ich in Solche Situation komme (ich würd mir wünschen einen Golf1 restaurien zu dürfen) würde ich auch Blättchen rein tun. Helfen tut es aber nur sehr wenig (was bei einem Golf1 allerdings schon mal etwas ist).
Grüße aus dem warmen Süden Deutschlands
Moritz