CO / Tastverhältnis...
 
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CO / Tastverhältnis nicht einstellbar JH Motor

(@Anonym)
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Moin,

ich habe bei meinen 88er Golf Cabrio neue Einspritzventile reingemacht weil es bei der AU riesen Probleme gegeben hat. Jetzt wollte ich den CO-Wert über das Tastverhältnis einstellen. Das Multimeter zeigt "sagenhafte" 1,92 V, egal in welche Richtung ich die CO-Schraube am Mengenteiler verdrehe, der Wert ist wie eingemeißelt. Allerdings reagiert der Motor hörbar und spürbar auf das verdrehen der Einstellschraube.

Der Wert verändert sich nicht einmal wenn ich den Stecker von der Lambdasonde ziehe oder für Nebenluft sorge. Die Lambdasonde ist neu, die Leitung der Sonde hat Durchgang bis zum Steuergerät. Das Taktventil arbeitet hörbar und reagiert sogar auf den Vollastschalter, d.h. beim betätigen steigt das Tastverhältnis sofort auf 6 V. Das Lambdasteuergerät habe ich schonmal zweimal durchgetauscht - ebenfalls 1,92 V.

Langsam bin ich mit meinem Latein am Ende. Vielleicht hat einer von euch eine Idee warum das Tastverhältnis auf nichts reagiert?

Gruß Mark



   
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(@Anonym)
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Hallo,
also ein Tastverhältnis hat nichts mit "Volt" zu tun, sondern mit "Prozent" (%). Es ergibt sich daraus nur eine "Scheinspannung / Scheinstrom" am entsprechenden Verbraucher. Die Lambdaregelung arbeitet nur bei warmen Motor, dazu hat der JH einen Temp. - Schalter (NICHT Fühler!), sitzt unten am vorderen Wasserflansch und steigt auch gern mal aus. Dieser wurde auch mal geändert, damit die Regelung erst bei etwas höheren Temperaturen (Kühlmittel) einsetzt. Dann saufen auch gern mal die beiden (?) Relais für die Regelung ab - meist zusammen mit der ZE in Verbindung mit durchgerosteten Scheibenrahmen - oft von außen noch nicht zu sehen. Deshalb auch einen Blick auf die ZE und deren Relais, die beiden (?) besagten sitzen oberhalb eingeschoben.
Wenn der warme Motor im Leerlauf läuft, dazu braucht man kein Messgerät, nur ein wachsames Ohr, und man verdreht die CO - Schraube etwas, dabei nicht übertreiben (Ausgangsstellung merken - ganz wichtig!), dann muss sich nach kurzer Reaktionszeit das Geräusch am Taktventil merklich verändern, also "schneller oder langsamer" schnarren, ohne dass sich der Motorlauf wesentlich verändert (wenn man nicht übertreibt). Das gleiche passiert, wenn man dosiert Falschluft einströmen lässt. Wenn nein, arbeitet die Lambda - Regelung nicht, aus welchem Grund auch immer. Auch sollte man, wenn die Regelung arbeitet, mal eine komplette Grundeinstellung durchführen, dabei unbedingt die Prüfvorraussetzungen bis ins letzte Detail einhalten.
Dass Deine Leitung von der Lamda - Sonde zum Steuergerät Durchgang hat, ist nur die halbe Messung - sie könnte immer noch einen Kurzschluss nach Plus (eher sehr selten) oder nach Masse (z.B. über die Abschirmung) haben - und damit wird auch das Gemisch "verschoben" - bis hin zur Regelgrenze.

Tschüss Frank

PS: Was genau war Dein AU - Problem?



   
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(@Anonym)
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Hallo Frank,

danke für die schnelle Antwort. Bei der AU war der CO-Wert viel zu hoch, Anfangs bei 9%, über die Einstellschraube haben wir ihn dann bis auf (immer noch viel zu hohe) 2% runter bekommen. Weniger war nicht möglich - dann wurde die AU abgebrochen. Deshalb habe ich die neuen Einspritzventile reingemacht, was auch gut war, denn eins hat geleckt und die anderen hatten kein schönes Strahlbild.

Das wachsame Ohr ist bei mir auf jeden Fall vorhanden. Aber das Geräusch vom Taktventil ändert sich nicht wenn ich an der CO-Schraube drehe oder bei Falschluft. Nur während der Vollastsschalter betätigt wird nimmt das schnarren deutlich zu - wird also schneller. Das kann man auch gut auf dem Multimeter nachvollziehen der Wert steigt von 1,9V schnell auf über 6V an. In jedem Fall ist die Lambdaregelung wohl nicht aktiv.

Welche Relais der ZE meinst du? Ich sitze hier vor dem Stromlaufplan und finde nur das Stromversorgungsrelais, alle anderen Relais haben doch keinen Einfluß auf die Lambdaregelung oder??? Das Stromversorgungsrelais muss allerdings in Ordnung sein, denn sonst würde doch keine Reaktion auf das betätigen des Vollastschalters erfolgen.

Den Temperaturschalter habe ich schon gecheckt, in dem ich die Stecker abgezogen habe. Dann verändert sich allerdings auch nichts. Bei nachmessen ist der Schalter auch ok, kalt hat er Durchgang und warm hat er keinen Durchgang.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch übrig nach "exotischen" Kurzschlüssen zu suchen. Entweder in der Lambdasondenleitung oder in den Kabeln des Temperaturschalters. Für andere konstruktive Idee bin ich natürlich auch zu haben.

LG Mark



   
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(@Anonym)
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....nur nochmal fürs Protokoll. Das Lambdasondenkabel hatte tatsächlich einen Kurzschluß nach Masse über die Abschirmung, direkt am Stecker. Vielen Dank nochmal für den Hinweis.



   
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(@Anonym)
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Hallo,
Danke! Ich mag Feedback - nur dadurch kann man (dazu) lernen.
Es freut mich, dass ich Dir helfen konnte!

Tschüss Frank



   
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