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AVD-Info Energiebilanz und Verschrottungsprämie

(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo,
als Ergänzung zu früheren Beiträgen zum Thema "Umweltschutz durch Neuwagenkauf" hier eine interessante Rechnung, die derzeit vom AvD verteilt wird. Wie ginge die Bilanz wohl auf, wenn man beim Neuwagen nicht den ECE- sondern den Real-Verbrauch oder zumindest Drittelmix heranziehen würde? Von Frischwasserverbrauch reden wir am besten mal garnicht.
Gruß
Christian

...

Ein Opfer, das unter Umständen sogar noch zu rechtfertigen wäre - wenn der offiziell „Umweltprämie“ genannte Staatsbonus seinem Namen wenigstens gerecht werden würde. "Alte Fahrzeuge, die viel Kraftstoff verbrauchen, gegen saubere und sparsame Neuwagen auszutauschen, klingt zunächst durchaus logisch", meint AvD-Experte Ritter. "Wer sich jedoch die Gesamtenergiebilanz eines Fahrzeugs anschaut, wird schnell feststellen, dass sich die Aktion als Bumerang erweisen könnte.“ Das renommierte ifo Institut für Wirtschaftsforschung hat berechnet, dass die Produktion eines neuen VW Golf 10.790 Kilogramm Kohlendioxid freisetzt. Das entspricht dem Verbrennungs-Äquivalent von 4.650 Litern Benzin. Wer ein altes, aber funktionstüchtiges Auto verschrottet und durch ein neues ersetzt, müsste also genau diese Menge über den Verbrauch einsparen - damit er eine günstigere CO2-Bilanz erzielt.

Ein Beispiel: Ein aktueller Golf VI mit 1,4-Liter-Ottomotor verbraucht im Schnitt 6,4 Liter Benzin je 100 km. Das ergibt bei einer Jahresfahrleistung von 12.000 Kilometern einen Gesamtverbrauch von 768 Litern Benzin. Der Herausforderer aus den 80er Jahren ist ein Golf II, 1,3 Liter-Benziner. Dieser konsumiert im Drittelmix 7,3 Liter, was sich bei gleicher zurückgelegter Distanz auf 876 Liter Treibstoff per anno summiert.

Die Differenz beträgt demnach alle zwölf Monate 108 Liter - zugunsten des Golf VI. Das scheint eine ganze Menge. Rechnet man jedoch die Herstellung mit ein, kippt das Bild: Erst nach 43 Jahren Betrieb hat das moderne Auto durch seinen Minderverbrauch den Urahn in der CO2-Gesamtbilanz eingeholt. Noch günstiger fällt der Vergleich für den sparsameren Golf III aus oder für Oberklassewagen, deren Produktion besonders energieintensiv abläuft. Blieben noch die übrigen Schadstoffe, bei denen moderne Fahrzeuge dank besserer Abgasreinigung natürlich deutlich günstiger abschneiden. Doch auch hier sollte man bedenken, dass bei der Autoproduktion ebenfalls erhebliche Abgase und chemische Rückstände entstehen.



   
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 dirk
(@dirk)
Meister
Forumsbeitritt: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1357
 

Man überlege, wieviel CO2 freigesetzt werden würde, wenn ich meinen rußenden, aber feinstaubfreien T3-Diesel gegen eine moderne T5-TDI-Feinstaubschleuder eintauschen würde (20 Tonnen? 30 Tonnen?). Aber immerhin dürfte ich damit wieder bis vor die Tür meiner in einer Umweltzone gelegenen Wohnung fahren.

Die 2500,- EUR "Umweltprämie" wäre ich nach der ersten Jahresinspektion gleich wieder los.

Bei meiner Jahresfahrleistung bräuchte ich außerdem nicht 43 sondern ca. 430 Jahre, um das CO2 wieder einzusparen.

Und am liebsten würde man es sehen, wenn ich mir nach sieben Jahren schon wieder einen Neuwagen zulegen würde.

Der Plan, mit der Abwrackprämie den Neuwagenmarkt zu beleben, funktioniert für den Moment ja offenbar. Fragt sich nur, ob hier zusätzliche Investitionen getätigt oder nur bereits geplante vorgezogen werden und wie tief und lang das Tal für die Hersteller am Ende der Aktion wird. Die Deklaration als "Umweltprämie" verdient eigentlich großen Respekt, marketingtechnisch ist das eine Glanzleistung. Nahe dran an der handwerklichen Qualität der Regelungen zur Umweltzone...

Grüße, Dirk



   
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 harm
(@harm)
Fortgeschritten
Forumsbeitritt: Vor 18 Jahren
Beiträge: 165
 

Hallo!

Alle, die in diesem Jahr ein neues Auto anschaffen, werden das dafür im kommenden nicht tun. Aber wenn Opel dann pleite geht macht das nichts mehr, weil dann die Bundestagswahlen vorüber sind. Und weiter denken die meisten Politiker nicht, fürchte ich.

Ich werde jedenfalls weiter in meinem Polo 1 zur Arbeit pendeln, solange Autos ohne Kat nicht rundheraus verboten werden.

Gruss, Harm.



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo zusammen,

@ Harm: habe da noch einen neuen Microkat, den ich dir für 100€ inklusive
Porto überlassen könnte. Holst Dir dann noch vom Kat-Center die
Regelung, sparst Steuern und kriegst die grüne Plakette.

Aber Spaß beiseite.......

Ich persönlich bin der Ansicht, daß der angegebene Verbrauch vom 1,3 Liter
Golf 2 zu hoch angesetzt ist. Der Verbrauch sollte bei knapp 6,6 - 6,8 Litern
liegen. Meine Bekannten fahren so ein Auto, zwar nicht sonderlich gepflegt,
aber ohne Rost, inzwischen 22 Jahre alt. Haben den Verbrauch selber ausge-
rechnet. Naja, was nicht vorhanden ist kann nicht kaputt gehen oder Kraftstoff
verbrauchen (Servo, Klima, etc.)

Wie schon richtig bemerkt wurden, stellt sich allgemein die Frage, was nach
dem 31.12.2009 passieren wird, mit dem Autoverkauf. Dann wird erst die rich-
tige Durststrecke beginnen, weil die, die jetzt ein Auto kaufen, diesen Kauf
nur vorgezogen haben.

Wir werden sehen.

Mit Stufenheckgruß

Tobias Kluge



   
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 harm
(@harm)
Fortgeschritten
Forumsbeitritt: Vor 18 Jahren
Beiträge: 165
 

Tobias_Kluge schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo zusammen,
>
> @ Harm: habe da noch einen neuen Microkat, den ich
> dir für 100€ inklusive
> Porto überlassen könnte. Holst Dir
> dann noch vom Kat-Center die
> Regelung, sparst Steuern und
> kriegst die grüne Plakette.

Geht sowas? Aber vermutlich nicht ohne grössere Eingriffe in den Motor, oder?

Gruss, Harm.



   
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(@Anonym)
Forumsbeitritt: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo zusammen,

@Harm: die Regelung bekommst Du unter www.kat-center.de

Gib mir einfach mal Deiner Emailadresse und ich schicke Dir ein Bild.

Mit Stufenheckgruß

Tobias Kluge



   
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